Programm 2021 – Details

***ENGLISH BELOW***

Donnerstag, 24.06.
18:30 – 20:00 Workshop Hands Performance

Voguing ist ein aus Harlem, New York der 70er Jahre stamender Tanzstil, der seine Wurzeln in der Schwarzen- und Latinx-LGBTQ* Community hat. Ballroom (Überbegriff für diese Kultur) ist in erster Linie ein Safe Space, um sich auszudrücken und kreativ zu sein. Eines der fünf Elemente im Voguing ist “Hands Performance”, was auch eine eigenständige Kategorie sein kann. Es ist ein Stil, der viel Geschwindigkeit und Präzision erfordert und oft verwendet wird, um kleine Erzählungen zu kreieren.

19:00 – 22:00 Vortrag Identitätspolitik

In dem Vortrag soll sich vertiefend damit auseinandergesetzt werden, welche Probleme und Perspektiven sich bei der Entwicklung bewegungsübergreifender Solidarität im Lichte neuerer Diskusionen ergeben: Wie kompatibel, wie gegensätzlich sind klassen- und identitätspolitische Herangehensweisen an das Projekt der Emanzipation? Ist Anerkennung wirklich nicht klassenpolitisch? In welchem Verhältnis stehen emanzipatorische Queerpolitiken zu integrationistischen Ansätzen? Wie und wo finden wir zu einer gemeinsamen radikalen solidarischen Praxis, die die Grenzen unserer Zurichtungen überwindet und gemeinsame Kämpfe Aller, die geknechtet und entrechnet sind, möglich macht?

 

Freitag, 25.06.
11:00 – 14:00 Workshop Enbypowerment

Ich* bringe einen großen Koffer voller Möglichkeiten mit, ihr sagt mir was ihr braucht und wollt. In den drei Stunden könnten wir beispielsweise: Unsere Grenzen spüren und kommunizieren üben, hilfreiche Selfcare-Tools sammeln, ein neues Geschlecht erfinden (becaus why not?!), Bilder malen, neue Pronomen ausprobieren, oder uns mit dem Führen und Folgen und dem Hoch- und Tiefstatus spielerisch auseinandersetzen, um uns im Alltag besser zu behaupten. Oder wir quatschen einfach ausgiebig über unsere Erfahrungen oder sammeln unsere Gewaltphantasien gegen die cis-endo-Heteronormativität.

Ich* steht für Tija. Tija ist abinär/genderqueer, neurodivers, weiß, und noch vieles mehr. Tija hat sich bisher u.a. mit Aktivismus, Theaterpädagogik und Theatertherapie, Gender Studies und Sprechwissenschaften, sowie Podcasts und Rap beschäftigt und arbeitet derzeit u.a. für eine überregionale Organisation von trans, inter und abinären Menschen.

14:30  -16:30 Workshop Bi/Pan Empowerment

Letztes Jahr haben die Teilnehmenden des Bi/Pan Empowerment Workshops darüber geredet, was es heißt bi-/pansexuell zu sein. Es ging um Stereotypen, gemeinsame Erfahrungen, Vorurteile und Community. Dieses Jahr geht der Workshop in die Fortsetzung. Bi- und Pansexualität ist so viel mehr als nur Sex mit mehr al einem Gender. Was macht meine Bi/Pan Identität aus? Welche “Bicons” begegnen uns im realen Leben und in den Medien? Im Workshop beschäftigen wir uns mit Bi/Pan Identitäten und wie wir uns durch die Wirren der Heterogesellschaft einen Weg weisen können.

15.00 – 16:00 Workshop DIY-Harness 1

Ganz gleich ob das dein erster Harness wird oder du schon einen hast, dieser hier wird dir wie eine zweite Haut passen, denn du wirst ihn nicht nur selbst herstellen, dieser Harness passt sich auch verschiedenen Körpermaßen an!

15:00 – 17:30 Workshop Drag Quing

Der Drag Quing Workshop mit Maria Moschus geht in die zweite Runde!

Drag hat keine Grenzen oder Regeln. Es sprengt die Gender Binarität und spielt mit Vorurteilen und Erwartungen. Welche Art von Männlichkeit erlebe ich in meinem Alltag? Welche Männlichkeit würde ich gerne sehen? Wo hört Männlichkeit auf, wo fängt Weiblichkeit an? In diesem Workshop kannst du diese Grenzen aufbrechen. Wir kombinieren Widerstand und Protest mit Spaß und Kunst, indem wir mit uns selbst und der Wahrnehmung Anderer experimentieren. Lasst uns unsere Wut, Unsicherheiten, Leidenschaft und Schönheit in Make Up und Performance verwandeln.

 

Samstag, 26.06.
12:00 – 14:00 Workshop Mini Zine-DIY

Zines sind kleine Magazine/Zeitschriften, die selbst hergestellt werden können. Wir wollen im Workshop verschiedene Bastelmöglichkeiten ausprobieren und lernen, uns Raum auf dem Papier zu nehmen. Ein Veranstaltungswochenende wie dieses wirbelt oft viel auf. Gedanken werden angestoßen und Schlüsse gezogen. Im Zine Workshop habt ihr die Möglichkeit, einiges davon auf Papier zu bringen, oder einfach ein wenig kreativ zu werden.

Es geht um DIY, also do it yourself! Auch du kannst ein kleines Heftchen schaffen und deine Gedanken, Zeichnungen, oder was auch immer du magst in die Welt tragen. Ihr seid dabei inhaltlich frei gestellt, es wir aber auch Anregungen vor Ort geben. Queeres Leben bietet so viel, worüber sich Bücher schreiben lassen, dafür brauchen wir keine Verläge oder Druckereien.

13:00 – 14:30 Workshop Weiße Machtstrukturen in der Linken Szene

Rassismus in Linken Strukturen? Gibt’s doch gar nicht! Die Linke denkt gerne, sie habe kein Rassismus Problem. Dass das eindeutig nicht der Fall ist und wie es besser werden kann, thematisiert Dennis Chiponda in seinem Workshop.

Wer sich mit Rassismus nicht auseinandersetzt, kann ihn oft nicht erkennen oder bekämpfen. Weiße Abwehrmechanismen greifen im linken Spektrum oft genauso gut, wie in anderen Räumen. Dennis möchte mit euch erarbeiten, wie ihr Rassismus erkennt, welche Formen er in linken Strukturen annimmt und wie ihr betroffene Personen unterstützt und empowert. Der Workshop richtet sich vor allem an reflexionsbereite weiße Personen in der linken Szene. Aber gerne auch an BIPoC Menschen oder Personen mit Migrationsgeschichte, die Rassismus in ihren Strukturen erlebt haben.

15:00 – 16:00 Workshop DIY-Harness 2

Ganz gleich ob das dein erster Harness wird oder du schon einen hast, dieser hier wird dir wie eine zweite Haut passen, denn du wirst ihn nicht nur selbst herstellen, dieser Harness passt sich auch verschiedenen Körpermaßen an!

17:00 – 19:00 Panel Intersektionaler Umweltaktivismus

Klimawandel und Umweltzerstörung lassen sich kaum losgelöst von anderen Systemen wie Kapitalismus, Kolonialismus und sogar dem cis-hetero Patriarchat behandeln. Wir sprechen mit unseren Gästen über Zusammenhänge, inwiefern Unterdrückungsmechanismen mit der Klimakrise zusammenhängen und warum es marginalisierte Personen und Gemeinden zuerst und am härtesten trifft. Außerdem lernen wir, wie man sich engagieren kann und vor allem, was man bedenken muss, um Umweltaktivismus intersektional zu gestalten.

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ENGLISH

Thursday, 24.06.
6:30 – 8 pm Workshop Hands Performance

Voguing is a dance style originating from Harlem, New York in the 70’s that has its roots in the Black and Latinx LGBTQ* community. Ballroom (umbrella term for this culture) is primarily a safe space to express yourself and be creative. One of the five elements in voguing is “hands performance,” which can also be a standalone category. It is a style that requires a lot of speed and precision and is often used to create small narratives.

7 – 10 pm Lecture identity politics

The lecture will take an in-depth look at which problems and perspectives arise in the development of cross-movement solidarity in the light of recent discussions: How compatible, how opposed are class- and identity-political approaches to the project of emancipation? Is recognition politics really not class politics? What is the relationship between emancipatory queer politics and integrationist approaches? How and where do we find a common radical solidary practice that overcomes the boundaries of our configurations and makes possible common struggles of all who are enslaved and disenfranchised?

 

Freitag, 25.06.
11 am – 2 pm Workshop Enbypowerment

I* bring a big suitcase full of possibilities, you tell me what you need and want. In the three hours we could for example: Feel our boundaries and practice communicating, collect helpful self-care tools, invent a new gender (becaus why not?!), draw pictures, try out new pronouns, or playfully deal with leading and following and high and low status to better assert ourselves in everyday life. Or we simply chat extensively about our experiences or collect our violent fantasies against cis-endo heteronormativity.

I* stands for Tija. Tija is abinary/genderqueer, neurodiverse, white, and more. Tija’s previous work has included activism, theater education and therapy, gender studies and speech studies, as well as podcasts and rap, and currently works for a national organization of trans, inter, and abinary people, among other things.

2:30 – 4:30 am Workshop Bi/Pan Empowerment

Last year, participants in the Bi/Pan Empowerment Workshop talked about what it means to be bi/pansexual. It was about stereotypes, shared experiences, prejudice and community. This year, the workshop continues. Bi- and Pansexuality is so much more than just having sex with more than one gender. What constitutes my bi/pan identity? What “bicons” do we encounter in real life and in the media? In the workshop, we will explore bi/pan identities and how we can navigate our way through the turmoil of hetero society.

3 – 4 pm Workshop DIY-Harness 1

Wether this will be your first harness or not, it will be the one that fits you and your needs perfectly because you will customize it yourself! And even better: you will be able to share it with your (sex)partners as this harness adapts to all body sizes.

3 – 5:30 pm Workshop Drag Quing

The Drag Quing Workshop with Maria Moschus goes into its second round!

Drag has no boundaries or rules. It breaks the gender binary and plays with prejudices and expectations. What kind of masculinity do I experience in my everyday life? What kind of masculinity would I like to see? Where does masculinity end, where does femininity begin? In this workshop you can break down these boundaries. We combine resistance and protest with fun and art, experimenting with ourselves and the perception of others. Let’s transform our anger, insecurities, passion and beauty into make up and performance.

 

Saturday, 26.06.
12 – 2 pm Workshop Mini Zine-DIY

Zines are small magazines that you can make yourself. In the workshop, we want to try out different crafting options and learn to take space on paper. A weekend of events like this often stirs up a lot. Thoughts are triggered and conclusions are drawn. In the zine workshop, you’ll have the opportunity to put some of that on paper, or just get a little creative.

It’s all about DIY, so do it yourself! You too can create a little booklet and bring your thoughts, drawings, or whatever you like into the world. You are free in terms of content, but there will also be suggestions on the spot. Queer life offers so much to write books about, we don’t need publishers or printers for that.

1 – 2:30 pm Workshop white power structures in left spaces

Racism in left-wing structures? That doesn’t exist!
The left likes to think it doesn’t have a racism problem. That this is clearly not the case and how it can be improved is the topic of Dennis Chiponda’s workshop.

Those who do not deal with racism often cannot recognize or fight it. White defense mechanisms often work just as well in the left spectrum as in other spaces. Dennis wants to work out with you how to recognize racism, what forms it takes in left-wing structures and how to support and empower people affected by it. The workshop is primarily aimed at white people in the left scene who are willing to reflect. But also BIPoC people or people with migration history who have experienced racism in their structures.

3 – 4 pm Workshop DIY-Harness 2

Wether this will be your first harness or not, it will be the one that fits you and your needs perfectly because you will customize it yourself! And even better: you will be able to share it with your (sex)partners as this harness adapts to all body sizes.

5 – 7 pm Panel intersectional climate activism

Climate change and environmental destruction can hardly be addressed in isolation from other systems such as capitalism, colonialism, and even cis-hetero patriarchy. We talk with our guests about connections, how mechanisms of oppression are related to the climate crisis, and why marginalized people and communities are being hit first and hardest. We’ll also learn how to get involved and, most importantly, what to consider in order to make environmental activism intersectional.